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MAN F2000 19.414

zum Vorbild gibt es nicht viel zu sagen. Es ist eine Sattelzugmaschine für den Fernverkehr mit einer Nutzlast von ca. 19t und 410 PS Motorleistung, die von einem 6 Zylinder Reihenmotor erzeugt werden. Die letzte "4" in der Typenbezeichnung ist die "Baumusterkennziffer" und bedeutet "Evolution".
Warum nun ausgerechnet dieser LKW? Nun, daß hat zwei Gründe: erstens gefällt er mir optisch sehr gut, zweitens wollte ich keinen "Kaufbau" betreiben, sondern so viel wie möglich selber herstellen. Daher sollte die Fahrerhausform sehr einfach sein. Da kam mir die altbewährte kubische "Hütte" gerade Recht...
Der Rahmen

...besteht aus Alu-Profilen aus dem Baumarkt und ist als Leiterrahmen ausgeführt. Die Profile wurden von unten mit M3 Schrauben verschraubt und an den Schnittstellen, die nötig sind um die "Fischbauchform" nachzubilden, zusätzlich mit UHU Plus verklebt. Alle sichtbaren Verschraubungen an Rahmen und Knotenblechen ect. sind mit Sechskantschrauben M1,6 ausgeführt.

Die Achsen

Die Vorderachse sammt Blattfedern stammt von Veroma Modellbau. Jedes dieser Teile wurde vor dem Einbau noch nachgearbeitet. Die Antriebsachse mit Außenplaneten (ca. i=10,6:1) ist über eine mechanische Luftfederung am Rahmen befestigt. Den ganzen Aufbau einer solchen Federung entnahm ich einer Fahrgestellzeichnung der MAN AG, die im Internet problemlos zu bekommen sind.

Den Antrieb

...übernimmt ein Dunkermotor von Conrad Elektronik. An diesen ist ein Zwischengetriebe (Untersetzung i=1,5:1) angeflanscht, welches mir ein Modellbaukollege angefertigt hat. Es dient nur dazu, die Drehrichtung des Motors umzukehren und den Neigewinkel der Kardanwelle zu verringern. Diese besteht aus Silberstahl und ist mit einem von mir entwickelten Schiebestück ausgestattet, welches bei sehr gutem Rundlauf hohes Drehmoment übertragen kann. Die Gesamtuntersetzung des Antriebes beträgt ca. 16:1. In Verbindung mit einem Fahrregler von Nessel Elektronik ist feinfühliges Rangieren kein Problem.

Die Lenkung

...arbeitet mittels Getriebemotor mit angeflanschtem Schneckengetriebe. Die komplette Einheit habe ich so für kleines Geld auf einer Messe erworben. Durch das selbstsperrende Schneckengetriebe bleiben Stösse folgenlos. Die Lenkung läuft auf 12 Volt, wird also nicht wie ein übliches Servo über den Empfänger gespeist. Die erforderliche Elektronik - ein zur Servoelektronik umfunktionierter Fahrtregler - stammt wieder von einem Modellbaukollegen. Die Stellkraft beträgt max. 38 kg bei 800 mA Stromaufnahme.

Das Fahrerhaus

...entstand im Eigenbau aus Polysterolplatten in verschiedenen Stärken. Hier standen mir nur schematische Kantenrisse von oben und von der Seite zur Verfügung. Front und Rückseite der Kabine entstanden nur nach Fotos, wobei ich mir bei komplexeren Teilen Schablonen anfertigte. Die Bauzeit betrug ca. 24 Monate. Dazu kamen noch 3 Monate für das Aerodynamik-Paket und das Amaturenbrett.

Die Anbauteile

...entstanden ebenfalls im Eigenbau aus verschiedenen Materialien. Der Tank ist aus 0,5mm Alu Blech gekantet, seine Halter aus Messing gebogen und gelötet. Batteriekasten samt Inhalt, Auspuff und Luftkessel entstanden wieder aus Polysterol. Sogar an die Zentralschmierung und die Handhydraulikpumpe zum Kippen des Fahrerhauses wurde gedacht.
Auch die Schmutzfänger musste ich selbst herstellen, da der Markt nicht vergleichbares hergibt. Diese sind aus schwarzem Silikon auf Wasserbasis gegossen. Die Negativform dazu entstand aus PS.

Die Elektrik

Gesteuert wird das Modell über eine alte Robbe F14, die mit einem Multiswitch-Prop Decoder erweitert wurde. Als Stromquelle im Modell dient ein 12 Volt Bleiakku, der seinen Platz unter der Schlafliege im Fahrerhaus gefunden hat. Empfänger und Decoder werden über einen Spannungsregler mit 5 Volt versorgt. Die Beleuchtung wird von einer GEWU MTV2000 Anlage mit Infrarotübertragung zum Auflieger übernommen. Alle Verbraucher müssen über Feinsicherungen einzeln abgesichert werden.

NEU die ersten Teile sind lackiert.

Dieser Bericht wird in kurzfristigen Abständen je nach Baufortschritt immer weiter ergänzt. Fotos werden ebenfalls noch folgen.

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